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Paranormale Welten

The Myrtles

 

Die 1796 von General David Bradford erbaute Myrtles Plantation (deutsch: Myrtles Plantage) liegt in St. Francisville, Louisiana, in der Nähe von Baton Rouge. Ursprügnglich erhielt die Myrtles Plantation den Namen Laurel Groove.

Bis heute ist das Anwesen, das auf einer alten, indianischen Begräbnisstätte errichtet wurde und zudem Schauplatz von mindestens zehn (!) Morden war, als einer der „Most Haunted Places on Earth“ weltbekannt. So gab es unzählige Geistersichtungen und derart hohe paranormale Aktivität, dass inzwischen sogar spezielle Myrtles Plantation Ghost Tours angeboten werden.

 

Geschichte der Myrtles Plantation

Die Woodruff-Familie

Die Tochter des Hauses, Sara Mathilda, vermählte sich 1817 mit Clark Woodruff, mit dem sie nach dem Tod ihres Vaters die Plantage leitete. Nachdem Sarah ihm zwei Töchter schenkte und mit dem 3. Kind bereits schwanger war, geschah etwas, dass die Myrtles Plantation bis auf die Grundmauern erschütterte.

Ihr Gatte Clark war leider anderen Frauen gegenüber nicht abgeneigt und so ging er eine intime Beziehung mit einer seiner Sklavinnen, Chloe, ein. Diese war ein außergewöhnlich hübsches Mädchen, und obwohl es ihr zuwider war, gab sie sich aus Angst vor Bestrafung den Wünschen des Hausherren hin. Woodruff fühlte sich jedoch bald von Chloe gelangweilt und nahm sich eine andere Bedienstete als Gespielin.

Aus Angst, die Aufgaben im Haus zu verlieren und wieder schwerste Feldarbeit verrichten zu müssen, belauschte Chloe manchmal heimlich die Privatgespräche der Woodruffs, um zu erfahren, was ihr bevorstand.  Allerdings ertappte sie Woodruff eines Tages beim Lauschen an der Tür, damit sie aus ihren Fehlern lernte, ließ er ihr kurzerhand ein Ohr abschneiden.

Von nun an sah man Chloe ausschließlich mit einem grünen Turban auf dem Kopf, der die hässliche Narbe verhüllen sollte. Doch eines Tages erkrankte die Familie und – aus unklaren Motiven –  übernahm Chloe die Pflege der Woodruffs. Es kam der Tag, an dem die älteste Tochter Geburtstag hatte. Wahrscheinlich aus Rache mischte Chloe Gift in Form von zerhackten Oleanderblüten in den Geburtagskuchen.

Bis auf den Hausherrn aß die ganze Familie davon und bereits am selben Abend verschlechterte sich ihr Zustand dramatisch – innerhalb weniger Stunden fanden Sarah und die Kinder den Tod.

Aus Angst, Clark würde auch sie für den Tod seiner Familie verantwortlich machen, schnappten sich die anderen Sklaven Chloe und erhängten sie an einem Baum. Anschließend zerstückelten sie ihren Leichnam, beschwerten ihn mit Steinen und warfen ihn in den Fluss.

Woodruff hingegen verschloss das Zimmer, in dem der Geburtstag gefeiert und seine Familie vergiftet wurde, und veranlasste, es nicht mehr zu öffnen, solange er lebte. Bis heute ist der als „Spielzimmer“ bekannte Raum der Myrtles Plantation nicht mehr benutzt worden.

 

Das Spielzimmer, auch Fannie Williams Room genannt:

Spielzimmer Myrtles Plantation

Foto: tripadvisor.com

 

Die Stirling-Familie

Clark Woodruff verkaufte 1830 die Myrtles Plantation samt seiner Sklaven an Ruffin Gray Stirling und seine Frau Mary. Die Stirlings vergrößerten die Plantage fast auf das doppelte und ließen sie schließlich in „The Myrtles“ umbenennen. Doch auch sie sollten hier kein Glück finden.

Fünf der neun Kinder der Stirlings starben bereits im Kindesalter auf der Plantage. Als Ruff Stirling 1854 verstarb, übernahm seine Frau Mary die Plantage. 1865 stellte sie William D. Winter als Verwalter des Anwesen an, dieser vermählte sich später mit ihrer Tochter – das Paar hatte sechs Kinder. Doch auch dieser Generation stand ein schreckliches Schicksal bevor. Eine der Töchter, Kate, starb schon mit drei Jahren an Typhus.

Kurz darauf, im Jahr 1871, wurde Winter von einem unbekannten Mann in der Vorhalle des Hauses erschossen. Der schuldige wurde niemals gefunden. Man erzählt sich, dass sich der angeschossene Winter noch mit letzter Kraft über die Treppe zu seiner Frau schleppte und dort auf der 17-ten Stufe verstarb. Nach dem Tod seiner Witwe Mary Stirling wurde die Myrtles Plantation an ihren Sohn Stephen vererbt, der die Plantage jedoch umgehend weiter verkaufte.

So ging der Besitz des Anwesens 1891 an Harrison Milton Williams, einen Witwer aus Mississippi über, der mit seiner Familie ins Haus einzog. Doch auch ihm sollte das Schicksal nicht wohlgesonnen sein – während eines heftigen Sturms, als Williams ältester Sohn Harry versuchte, eine Viehherde zusammenzutreiben, fiel er in den Mississippi und ertrank.

 

Die Geister der Myrtles Plantation

Um 1950 wurde Majorie Munson Besitzerin der Myrtles Plantation – sie war auch die erste, die offen von unheimlichen Vorkommnissen im Haus berichtete. Auch James und Frances Keermeen Myers, die das Anwesen in den 1970er Jahren besaßen, waren felsenfest davon überzeugt, dass die Myrtles Plantage hoch frequentiert ist und veröffentlichten Geschichten über das Haus in zahlreichen Büchern und Magazinen.

Die Myrtles Plantation wird wahrscheinlich von Geistern aus mehreren Epochen heimgesucht, so sollen nicht weniger als zwölf Geister – die regelmäßig gesichtet werden – das Haus bewohnen. Einer der am häufigsten gesichteten Spukerscheinungen ist zweifellos die „Frau mit dem grünen Kopfschmuck“.

 

Geisterbilder aus der Myrtles Plantage:

Geist Myrtles Plantation   Myrtles, Geist im Spiegel

 Fotos: hauntedearthghostvideos.blogspot.de | hauntsofamerica.blogspot.de

 

Geist von Chloe

Nach ihrem grausamen Tod wurde der Geist der Sklavin Chloe äußerst häufig gesehen. Sie soll des Nachts über die Plantage wandern, immer in Begleitung von Kindergeschrei. Einem der einstigen Besitzer der Myrtles Plantage soll es sogar gelungen sein, den Geist durch einen Zufall zu fotografieren.
Auch eine Besucherin des Hauses, Frances Myers, behauptete, Chloe’s Geist 1987 begegnet zu sein.

Sie schlief nachts in ihrem Zimmer als sie plötzlich von der Erscheinung einer schwarzen Frau geweckt wurde, die in ihrer Hand einen großen Kerzenständer aus Metall hielt.

Die Frau schien derart real zu sein, dass sie sogar das Flackern der Kerzen erkennen konnte. In panischer Angst zog sie sich die Bettdecke über den Kopf und schrie. Als sie später – der Geist von Chloe stnad noch immer an ihrem Bett – versuchte, die Erscheinung vorsichtig zu berührern, verschwand diese augenblicklich.

 

Geisterhafte Gestalt mit Turban: Foto von Chloe?

Chloe, Myrtles Plantation  The Myrtles, Chloe

Fotos: researchintheparanormaltx.com

 

Das Mädchen am Spielzimmer

Es gab im Laufe der Jahre jede Menge Berichte von geisterhaften Kindern, die auf der Veranda, in der Vorhalle des Hauses oder in den Zimmern gesichtet worden sind. Besonders häufig erscheint ein junges Mädchen mit langem lockigem Haar in einem knöchellanges Kleid, das schwebend versucht, ins Spielzimmer zu schauen.

Es wird vermutet, dass dieses Mädchen durch die Praktiken eines ansässigen Voodoo-Priesters ums Leben kam. Immer wieder erscheint ihr Geist auch in dem Zimmer, in dem sie verstarb. Es heißt, sie soll Voodoo- Zauber auf jeden ausüben, der es wagt sollte, in ihrem Zimmer zu übernachten.

 

Die geisterhaften Blutflecken

Man erzählt sich, dass eines Tages drei Soldaten, die ins Haus einbrachen, im Wohnzimmer der Myrtles Plantation erschossen wurden. Aus unbekannten Gründen ließen sich die dabei entstandenen Blutflecken auf dem Fußboden niemals entfernen. Auch als das Haus später zur Pension umgebaut wurde, versagten sämtliche Angestellten bei ihren Bemühungen, den Fleck, welcher die Konturen eins menschlichen Körpers aufwies, zu entfernen.

 

Der Salon der Myrtles Plantation:

 Myrtles Plantation, Salon

Foto: hauntedamericatours.com

 

Der Geist auf der Treppe

Auf der Treppe, auf der einst William Winter verstarb, sollen bis heute des Nachts immer wieder schwere, geisterhafte Schritte zu hören sein, die exakt bei Betreten der 17. Stufe verstummen.

 

Die berühmt-berüchtigte Treppe der Myrtles Plantation:

Myrtles Plantation, Treppe

Foto: tripadvisor.de

 

Der Spiegel der Myrtles Plantation

Ein weiteres paranormales Phänomen stellt der große, inzwischen weltbekannte Spiegel der Myrtles Plantation dar, von dem behauptet wird, er sei von den Geistern der Verstorbenen des Hauses besessen.

Nach dem Tod von Familienangehörigen war es im Süden der USA üblich, aus Aberglaube sämtliche Spiegel des Hauses zu verhüllen, allerdings wurde besagter Spiegel nach dem Tod der Familie Woodruff vergessen. So sind beispielsweise auf zahlreichen Fotos des Hauses mysteriöse Handabdrücke auf dem Spiegel erscheinen, die sich auch nach intensiver Reinigung nicht entfernen ließen.

Selbst nachdem das Glas des Spiegels ausgetauscht wurde, blieben die Handabdrücke trotz allem erhalten. Handelt es sich hierbei um die Geister von Sara Woodruff und den Kindern, die sich in den Spiegel geflüchtet haben?

Viele vermuten dies, denn bis heute werden immer wieder Fotos vom Spiegel der Myrtles Plantation geschossen, auf denen sich geisterhafte Gestalten, Nebel und Ähnliches zeigen.

 

Haunted Mirror, Myrtles Plantation   Myrtles Plantation, Spiegel

Fotos: hauntedamericatours.com

 

Das Klavier, das von alleine spielt

Ebenso unheimlich und ungeklärt ist die Geschichte des Klaviers im Erdgeschoss, das immer wieder von alleine zu spielen beginnt – immer und immer wieder denselben Akkord. Die Musik hält allerdings abrupt inne, sobald jemand den Raum betritt, verlässt diese das Zimmer, beginnt das Klavier sofort wieder  zu spielen.

Das alte Klavier der Myrtles Plantation:

Haunted Piano, Myrtles Plantation

Foto: pocketfullofquarters.com

 

Eine weitere unheimliche Erfahrung machte eine Filmcrew auf der Myrtles Plantation. Um in einem der Räume besser drehen zu können, verschob die Mannschaft einige Möbel und verließ den Raum für wenige Minuten. Als sie zurückkehrten, fanden sie die Möbel exakt an ihrer ursprünglichen Position wieder. Dieses unwirkliche Szenario wiederholte sich mehrfach, doch letztlich gelang es, die notwendigen Aufnahmen zu machen, indem sie das Zimmer nicht mehr verließen.

 

Die Weiße Frau

Eine der letzten bekannte Geistersichtungen der Myrtles Plantage machte ein Pförtner am Eingang des Hauses. Eines Tages begegnete ihm eine altmodisch, weiß gekleidete Frau, die, ohne mit ihm zu reden, das Haus betrat und durch eine der Türen ging, ohne diese zuvor geöffnet zu haben. Vollkommen verstört und verängstigt kündigte der Pförtner seinen Job und betrat das Anwesen nie wieder.

 

Die Myrtles Plantage heute

Mittlerweile ist die Myrtles Plantage eine Art Bed & Breakfast, die heutigen Besitzer bieten aufgrund der enormen Nachfrage neben Übernachtungen auch Ghost Tours an.

 

 Video mit einzigartigen Bildern der Myrtles Plantation (außen und innen!):

 

 

 

Kurzes Video über The Myrtles Plantation (engl.):

 

 

 

 

 


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